Allgemein

Rechte Übergriffe in den letzten Monaten

16. September 2017. Lesum. Ein Mann wird aus einem weißen Mercedes heraus von vier Männern rassistisch beleidigt und zusammengeschlagen. Er erleidet einen doppelten Kieferbruch. Es wird Anzeige beim Polizeirevier Lesum erstattet, der Polizeisprecher erkennt keinen politischen Hintergrund.
2. Oktober 2017. Aumund. Drei Nazis fahren „Sieg Heil“ skandierend auf Fahrrädern durch die Straßen.
3. Oktober 2017. Marßel. In mindestens vier Autos werden in der Nacht Hakenkreuze geritzt. Alle Autos gehören nicht-deutschstämmigen Personen.
Dezember 2017. Rekum. Auf eine Mauer am Bunker Valentin wird die Parole „Stoppt den Schuldkult“ geschmiert.
Dezember 2017. Blumenthal.Das Straßenschild „Jenny-Ries-Platz“ wird mit schwarzer Farbe übermalt. Jenny Ries wurde 1942 von den Nazis ermordet.
Dezember 2017. Blumenthal. Am Jenny-Ries-Platz (Bahnhof Blumenthal) wird die Parole „Ständer bleibt Ständer“ angebracht. Bis heute wird der Jenny-Ries-Platz im Volksmund „Ständer-Kreuzung“ genannt. Namensgeber Heinrich Ständer hatte dort eine Gastwirtschaft und war NSDAP-Mitglied. Er denunzierte die jüdische Familie Ries.
Januar 2018. Blumenthal. Die von Gerd-Rolf Rosenberger eigeniniativ angebrachten Straßenschilder zu Ehren zweier KPD-Widerstandskämpfer soll dieser selbst entfernen. Rechte Parolen werden hingehen lange im Stadtbild geduldet. Der Ortsamtsleiter Nowack und der Beirat Blumenthal sind zwar juristisch betrachtet im Recht, dennoch ist dies -gerade zum jetzigen Zeitpunkt- das falsche Signal. In der Beiratssitzung am 15.01.2018 kommt es deshalb zum Tumult.

Rechte Umtriebe in Bremen-Nord nehmen in letzter Zeit wieder zu. Dies wurde auch in der Norddeutschen / Weser Kurier beleuchtet. In diesem guten Artikel von Patricia Brandt (Die Norddeutsche / Weser Kurier) hat auch der Katzensprung Stellung bezogen.

Rechte Gewalt in Bremen-Nord

Rechtsruck in Bremen-Nord

Am 16.9.2017 kam es in Bremen Nord zu einem Übergriff von vier Nazis auf einen jungen Mann mit Migrationshintergrund, der sich auf dem Nachhauseweg befand. Um zwei Uhr nachts in Bremen Lesum, genauer auf dem Pasch, wurde dieser von vier Nazis zunächst rassistisch beschimpft und anschließend zusammengeschlagen. Dabei erlitt er mehrere kleinere Verletzungen und einen doppelten Kieferbruch. Den vier Nazis ist ein weißer Mercedes zu zuordnen. Zwei Nazis werden auf Ende 20 geschätzt, die anderen Beiden auf Ende 40.

Am 2.10.2017 um 20 Uhr in Bremen-Nord, genauer in Bremen-Aumund, fuhren drei Nazis Sieg Heil skandierend auf Fahrrädern durch die Straßen. Alle drei werden auf Ende 20 geschätzt. In der darauf folgenden Nacht, in einem weiteren Stadtteil, Bremen-Marßel, wurden in mindestens vier Autos Hakenkreuze geritzt. Die Halter der Autos haben alle einen Migrationshintergrund. Es ist also davon auszugehen, dass die Auswahl der Autos nicht zufällig war.
In den Bremen-Norder Stadteilen: Burg, Lesum, Schönebeck, Aumund, Blumenthal, Farge sind vermehrt Nazi-Sticker aufgetaucht. Die Gruppen Frage Ultras, Dritter Weg und die Identitäre Bewegung stickern aktiv in diesen Stadtteilen.
Die rechten Umtriebe in Bremen-Nord sollten von uns Antifaschisten als Anlass zum Handeln betrachtet werden. Kein Vergeben, kein Vergessen!

Der Katzensprung dankt den Verfassern dieses Textes

Neue Öffnungszeiten

Der Katzensprung ist ab sofort jeden 1. und 3. Montag im Monat von 18 – 20 Uhr geöffnet.

Im Katzensprung kannst du

  • politische Zeitschriften, Bücher und Flyer mitnehmen
  • diskutieren
  • politisch aktiv sein
  • einfach mal unverbindlich schauen, was im Katzensprung so los ist
  • eigene Ideen einbringen und umsetzen
  • oder auch bei den Ideen anderer mitmachen
  • nette Leute kennen lernen und gemeinsam politisch aktiv sein
  • Komm vorbei, wir freuen uns!

    G20-Nachlese „Ein Gruß aus der Zukunft!“

    „Ein Gruß aus der Zukunft!“

    Mitteilung des …ums Ganze!-Bündnis zum Verlauf der G20-Proteste in Hamburg:

    Es ist ja nicht so, dass sie es nicht versucht hätten. Wie kaum zuvor haben „Sicherheitsbehörden“ und etablierte Politik zum G20-Gipfel aufgeboten, was dem bürgerlich-demokratischen Staat so an repressiven und ideologischen Apparaten zur Verfügung steht, um Proteste klein und die Lage unter Kontrolle zu halten. Erst mediale Einschüchterung, Camp- , Einreise- und Übernachtungsverbote, Aufhebung der Versammlungsfreiheit und Polizeiputsch gegen die Justiz, Militarisierung der Polizei, Spaltung des Protestes durch die Grünen, die während des Gipfels eine Kundgebung organisierten, die sich ausdrücklich nicht gegen diesen richtete und zum „Haltung zeigen“ für „unsere Lebensart“ aufrief. Dann während des Gipfels fast 20.000 Polizist*innen mit dem Berufssadisten Dudde als Einsatzleiter, dutzende Wasserwerfer, Räumpanzer, Pferde- und Hundestaffeln, Massenverhaftungen, Hubschrauberflatrate und Sondereinsatzkommandos mit scharfen Waffen, die in einer Brutalität gegen linke Camper*Innen, autonome Demonstrant*Innen, Viertelbewohner*Innen, Journalist*Innen und Sitzstreiks von Geflüchteten vorgingen, dass es schon dutzende Schwerverletzte gab, bevor der Gipfel überhaupt begonnen hatte – und ein Wunder ist, dass niemand ums Leben kam. (mehr…)

    Die Nordbremer AfD: jung, elitär, rechtsextrem!

    Folgende Pressemitteilung der Partei Die Linke, Ortsverband Bremen-Nord verbreiten wir gern:

    Die Nordbremer AfD: jung, elitär, rechtsextrem!

    Klare Auseinandersetzung mit Rechten vor Ort dringend notwendig

    Nicht erst seit der Teilnahme von Marvin Mergard an der Demonstration der „Identitären Bewegung“ (IB) in Berlin ist klar, dass sowohl die hiesige AfD, als auch deren Jugendverband JA offen rechtsextrem agiert. Dies drückt sich aus in engen Kontakten des Burglesumer Beiratsmitglieds Frank Magnitz zu Höcke in Thüringen, zu offenkundigen Verbindungen zwischen dessen Tochter Ann Katrin und der IB und anderen rechten Kreisen in Hessen und Thüringen sowie Mergard selbst, der unter anderem schon seit Jahren das völkisch-nationalistische Forum deutschpatrioten.de betreibt. Unser Dank geht an die Gruppe AfD Watch Bremen, die dies und vieles mehr recherchiert hat.

    Es gilt, dieser reaktionären und menschenverachtenden Gruppierung auf allen Ebenen politisch entgegen zu treten. Aus unserer Sicht ist die geäußerte Kritik einiger Fraktionen im Vegesacker Beirat weichgespült und bei weitem nicht ausreichend. Zudem mutet es mehr als merkwürdig an, wenn sich hier ausgerechnet die Bürger in Wut und deren Sprecher Degenhard kritisch äußern, die bisher eher durch rassistische Positionen aufgefallen sind.

    „Im bevorstehenden Bundestagswahlkampf werden AfD und JA ihre Aktivitäten vor Ort sicher noch ausweiten. Ob Info-Stände, Aktionen oder Kundgebungen – wir werden diese rechte Hetze nicht hinnehmen und ihr das Bild eines solidarischen Zusammenlebens aller Menschen, unabhängig von Geschlecht, Herkunft und Religion entgegensetzen, möglichst gemeinsam mit vielen Gleichgesinnten. Bremen-Nord bleibt bunt, antirassistisch und vielfältig!“, so die stellvertretende Sprecherin der Nordbremer Linken, Maja Tegeler.

    Maja Tegeler
    Stellvertr. Ortsverbands-Sprecherin
    Partei Die Linke